27.09.2026

Wahl (Foto: dmitrii-vaccinium_unsplash)
Heute entscheiden für morgen
Kirche und Umweltschutz: Abstimmung über den Gegenvorschlag zur Schöpfungsinitiative
am 27. September 2026


Worum es geht, und welche Argumente dafür und dagegen sprechen, zeigt der «Beleuchtende Bericht» in der Abstimmungsbroschüre. https://www.zhref.ch/welt/aktuell/abstimmung-gegenvorschlag-schoepfungsinitiative/argumente-zur-vorlage

Natur und Umwelt zu bewahren, heisst, Gottes Schöpfung zu achten und zu schützen.
Ökologische Themen gehören deshalb zu den Kerninteressen der Kirche.
Wir zeigen Ihnen Pro und Contra der Initiative auf, so dass Sie sich eine eigene Meinung bilden können.


Argumente für ein J A

Ein Umweltmanagementsystem (UMS) hilft, Ziele zu planen und Fortschritte zu prüfen. Das UMS «Grüner Güggel» wird bereits in vielen Kirchgemeinden genutzt.

Kosteneinsparung: Durch die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und der Betriebsoptimierung können nachweislich Kosten gesenkt werden.

Glaubwürdigkeit: Mit der Zertifizierung «Grüner Güggel» sind Kirchgemeinden Vorbilder für an-dere Kirchen und die Öffentlichkeit. Mit dem Label weisen sie ihr Engagement für Umweltschutz glaubwürdig nach.

Strukturiertes Vorgehen: Die schrittweise Anleitung ermöglicht eine klare Umsetzung der Umweltarbeit und bewirkt langfristig einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Motivation: Der Prozess bietet Mitarbeitenden und Gemeindegliedern die Möglichkeit, sich aktiv für den christlichen Umweltschutz einzusetzen und wird so zum Gemeindeaufbauprojekt.

Wissensaufbau: Die Kirchgemeinde erwirbt sich Kenntnisse über ihre Verbräuche (Energiebuchhaltung) und Expertise im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Langfristig: Auch bei Weggang des ursprünglichen Teams ist der Prozess in den Abläufen der Kirchgemeinde verankert.

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Argumente für ein N E I N


Ein motiviertes Klima-Engagement, aber ohne Zwang. Wenn jede:r etwas beiträgt kann aus einem kleinen Beitrag, gemeinsam ein grosser Beitrag für die Umwelt entstehen. Wir tragen Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung und setzen uns verbindliche Ziele.

Schonender Umgang: Massnahmen für den Umweltschutz und den schonenden Umgang mit Ressourcen sind dringlich; darüber besteht Einigkeit. Der „Grüne Güggel“ zeigt zwar sinnvolle Schritte auf. Doch zielführende ökologische Massnahmen werden seit langem auch ohne den „Grünen Güggel“ ergriffen.

Selbstverantwortung: Kirchgemeinden sollen selbst entscheiden, wie sie Emissionen senken. Zu strenge Vorgaben binden Zeit, Geld und Personal. Für kleine Gemeinden bindet die Zertifizierung über ein Umweltmanagementsystem unverhältnismässig viele Ressourcen.

Hohe Anforderungen: Die Kirchenpflegen sind vielfach gefordert (Digitalisierung). Mit dem Güggelzwang und zusätzlichen Vorschriften werden ihnen weitere Aufgaben aufgebürdet. Der Güggelzwang bedeutet, dass alle Kirchenpflegen sich mit der Zertifizierung befassen und das Umweltmanagement ins Konzept der Kirchgemeinde integrieren müssen.

Bisherige Vorgaben: Kirchgemeinden, die ohne Label ökologischer werden wollen, haben bereits heute die Instrumente für Gebäudesanierungen. Kirchliche Gebäude unterstehen strengen energetischen Vorgaben.
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Was macht die Ref. Kirchgemeinde Rüschlikon heute schon
zur Schonung der Umwelt?


• Die Kirchgemeinde Rüschlikon hat bereits in bauliche Massnahmen investiert sowie im Verbrauch täglicher Güter Anpassungen vorgenommen:
• Eco-Speed Statistik wird jährlich erfasst.
• Heizungssteuerung für Kirchenräumlichkeiten wurden eingebaut.
• Lichtkörper wurden gegen LED-Lampen ausgetauscht und damit der Stromverbrauch gesenkt.
• der Dachstock wurde isoliert.
• Fotovoltaik Anlagen und Luftwasserwärmepumpe wurden eingebaut.
• Verzicht auf Plastikbesteck, Geschirr


Danielle Maron, Kirchenpflegepräsidentin
Bettina Bachmann, Kirchenpflege, Ressort Kommunikation



Hinweis:
Podium in Horgen mit Kirchenratspräsidentin Esther Straub, Montag 7.9.26, 19.00h, Kellistrasse 21, Horgen

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