Publiziert von: Katja Oel
Bereitgestellt: 27.11.2025
Unterwegs auf dem Jakobsweg...
«Auf dem Jakobsweg» - ein Rückblick auf die Wander-Pilgertage
"Dein Wort ist meinem Fuss eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade (Psalm 119:105)"
Mit diesem Leitgedanken starteten am 10. September rund 23 Pilgerinnen und Pilger aus Kilchberg, Rüschlikon und weiteren Gemeinden, zusammen mit Pfr. Ralph Müller und Pfrn. Eveline Saoud ihre Pilgerwanderung von Luzern über das Entlebuch bis ins Emmental.
Ist man mit Ralph Müller unterwegs, kommt das Kulturelle und Kulinarische nie zu kurz. So erfuhren die Pilgernden viel Wissenswertes über Hintergründe und Historie. In Luzern besuchte die Gruppe die imposante Jesuitenkirche, eine der ersten grossen Barockkirchen der Schweiz und suchte über Mittag in einen gemütlichen Landgasthof, Schutz vor dem Regen.
Das Tagesziel war das Kloster Werthenstein, wo eine persönliche Führung mit dem Sakristan
Urs Zurkirchen (!) auf uns wartete. Ein Goldwäscher hat den Grundstein zu diesem Wallfahrtsort gelegt, und bis heute hat die Emme nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. In Werthenstein fliesst das Wasser aus einem gesegneten Brunnen und schenkt den Wandernden Kraft zum Weitergehen: «Das Wasser wird rein, indem es weiterfliesst, der Mensch, indem er weitergeht.»
Am nächsten Tag versammelten wir uns mit Bewegung, Gesang und Segen, das von Wolken umhangene Kloster im Hintergrund, und ein sanfter Blätterregen zum Schluss der Andacht, kündigte untrügerisch den Herbst an.
Der Weg führte durch die einzigartige Topographie des Napfgebiets, über saftig grüne Hügellandschaften, durch magische Wälder und Hohlwege, über Geiss (Besichtigung der Pfarrkirche St. Jakob) bis nach Willisau.
Ein schmuckes Städtchen, bekannt durch die Willisauer Ringli, das sich trotz einiger mutwilliger Zerstörungen in der Vergangenheit immer wieder tapfer aufrichtete und sich heute dem Besucher mit seiner lebendigen und pittoresken Altstadt stolz präsentiert.
Leider startete die Pilgergruppe am dritten Tag in dezimierter Form; krankheitsbedingt mussten ein paar Teilnehmende die Wanderung unterbrechen oder gar abbrechen. Die Betroffenheit unter den Teilnehmenden war gross, aber das Mitgefühl stärkten die ohnehin schon tragfähige Gemeinschaft. Die «Gesunden» machten sich, nach der Besichtigung der Heilig- Blut-Kapelle aus dem 17. Jahrhundert mit ihrer bemalten Holzdecke, in gemächlichem Tempo auf den Weg der dritten Etappe, dabei überschritten wir die Grenze vom katholischen Entlebuch ins reformierte Emmental. Unterwegs offenbarten sich uns immer wieder atemberaubende Panoramaausblicke auf die Berner Alpen.
Burgdorf, Ausgangspunkt unserer zwei letzten Etappen, ist alles andere als ein Dorf!, sondern eine geschichtsträchtige Zähringer Stadt, deren mächtiges Schloss, eine Hochadelsburg und später Sitz des bernischen Landvogts, das Stadtbild prägt. Ab 1798 – 1804 führte Johann Heinrich Pestalozzi dort sein berühmtes Bildungsinstitut.
Das Emmental verzauberte uns mit seinen Hügeln und Tälern, garniert mit schmucken Dörfern, sorgfältig gepflegten Bauerngärten und den berühmten Emmentaler Bauernhäusern. Besonders freuten wir uns über die spontanen Begegnungen mit den Einheimischen und den freundlichen Gesprächen. Die Uhren scheinen dort wohltuend langsamer zu ticken. Den Abschluss fanden die diesjährigen Wander-Pilgertage im beschaulichen Krauchthal, wo wir uns vor der Kirche nochmals versammelten. Die schönen Bilder und die fröhliche Gemeinschaft werden uns noch lange begleiten.
Wir danken Pfr. Ralph Müller und Pfrn. Eveline Saoud für die hervorragende Planung und die umsichtige Durchführung der Pilgertage. Ein spezieller Dank geht auch an Urs Tobler, unserem ad interim Wanderleiter, der uns stets sicher ans Ziel führte.
Danielle Maron, Kirchenpflegerin
«Segne unsere Füsse
Dass sie uns durch die Zeit tragen,
Schritt für Schritt.
Mögen sie einen festen Standort finden,
einen Standpunkt im Leben beschreiben,
uns deinem Ziel entgegenführen.
Dass sie Gelegenheit zum
Springen und Tanzen haben!»
"Dein Wort ist meinem Fuss eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade (Psalm 119:105)"
Mit diesem Leitgedanken starteten am 10. September rund 23 Pilgerinnen und Pilger aus Kilchberg, Rüschlikon und weiteren Gemeinden, zusammen mit Pfr. Ralph Müller und Pfrn. Eveline Saoud ihre Pilgerwanderung von Luzern über das Entlebuch bis ins Emmental.
Ist man mit Ralph Müller unterwegs, kommt das Kulturelle und Kulinarische nie zu kurz. So erfuhren die Pilgernden viel Wissenswertes über Hintergründe und Historie. In Luzern besuchte die Gruppe die imposante Jesuitenkirche, eine der ersten grossen Barockkirchen der Schweiz und suchte über Mittag in einen gemütlichen Landgasthof, Schutz vor dem Regen.
Das Tagesziel war das Kloster Werthenstein, wo eine persönliche Führung mit dem Sakristan
Urs Zurkirchen (!) auf uns wartete. Ein Goldwäscher hat den Grundstein zu diesem Wallfahrtsort gelegt, und bis heute hat die Emme nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. In Werthenstein fliesst das Wasser aus einem gesegneten Brunnen und schenkt den Wandernden Kraft zum Weitergehen: «Das Wasser wird rein, indem es weiterfliesst, der Mensch, indem er weitergeht.»
Am nächsten Tag versammelten wir uns mit Bewegung, Gesang und Segen, das von Wolken umhangene Kloster im Hintergrund, und ein sanfter Blätterregen zum Schluss der Andacht, kündigte untrügerisch den Herbst an.
Der Weg führte durch die einzigartige Topographie des Napfgebiets, über saftig grüne Hügellandschaften, durch magische Wälder und Hohlwege, über Geiss (Besichtigung der Pfarrkirche St. Jakob) bis nach Willisau.
Ein schmuckes Städtchen, bekannt durch die Willisauer Ringli, das sich trotz einiger mutwilliger Zerstörungen in der Vergangenheit immer wieder tapfer aufrichtete und sich heute dem Besucher mit seiner lebendigen und pittoresken Altstadt stolz präsentiert.
Leider startete die Pilgergruppe am dritten Tag in dezimierter Form; krankheitsbedingt mussten ein paar Teilnehmende die Wanderung unterbrechen oder gar abbrechen. Die Betroffenheit unter den Teilnehmenden war gross, aber das Mitgefühl stärkten die ohnehin schon tragfähige Gemeinschaft. Die «Gesunden» machten sich, nach der Besichtigung der Heilig- Blut-Kapelle aus dem 17. Jahrhundert mit ihrer bemalten Holzdecke, in gemächlichem Tempo auf den Weg der dritten Etappe, dabei überschritten wir die Grenze vom katholischen Entlebuch ins reformierte Emmental. Unterwegs offenbarten sich uns immer wieder atemberaubende Panoramaausblicke auf die Berner Alpen.
Burgdorf, Ausgangspunkt unserer zwei letzten Etappen, ist alles andere als ein Dorf!, sondern eine geschichtsträchtige Zähringer Stadt, deren mächtiges Schloss, eine Hochadelsburg und später Sitz des bernischen Landvogts, das Stadtbild prägt. Ab 1798 – 1804 führte Johann Heinrich Pestalozzi dort sein berühmtes Bildungsinstitut.
Das Emmental verzauberte uns mit seinen Hügeln und Tälern, garniert mit schmucken Dörfern, sorgfältig gepflegten Bauerngärten und den berühmten Emmentaler Bauernhäusern. Besonders freuten wir uns über die spontanen Begegnungen mit den Einheimischen und den freundlichen Gesprächen. Die Uhren scheinen dort wohltuend langsamer zu ticken. Den Abschluss fanden die diesjährigen Wander-Pilgertage im beschaulichen Krauchthal, wo wir uns vor der Kirche nochmals versammelten. Die schönen Bilder und die fröhliche Gemeinschaft werden uns noch lange begleiten.
Wir danken Pfr. Ralph Müller und Pfrn. Eveline Saoud für die hervorragende Planung und die umsichtige Durchführung der Pilgertage. Ein spezieller Dank geht auch an Urs Tobler, unserem ad interim Wanderleiter, der uns stets sicher ans Ziel führte.
Danielle Maron, Kirchenpflegerin
«Segne unsere Füsse
Dass sie uns durch die Zeit tragen,
Schritt für Schritt.
Mögen sie einen festen Standort finden,
einen Standpunkt im Leben beschreiben,
uns deinem Ziel entgegenführen.
Dass sie Gelegenheit zum
Springen und Tanzen haben!»

